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Quelle: Edeltraud Zimmermann

Orgeltour durchs Renchtal

- 07.12.2018 - 

Quelle: Ev. Kirchengemeinde

 Quelle: Evang. Kirchengemeinde

Quelle: Evang. Kirchengemeinde

Organisten zogen alle Register

 

Drei Orgeln in drei Kirchen lernten am Samstag die Teilnehmer der Orgeltour durch das Renchtal kennen. In Oppenau, Oberkirch und Renchen führten die Organisten der evangelischen Kirchengemeinden ihre Instrumente vor und lieferten dabei auch Kostproben ihres Könnens.

 

Die Orgel gehört in die Kirche wie das Amen. Dabei ist die Orgelmusik in der Regel nur zu hören. Was der Organist auf der Empore genau tut, um die Gemeinde bei ihrem Gesang zu begleiten, bleibt meist im Verborgenen. Bei der Orgeltour durchs Renchtal bestand nun die Chancen, den Organisten über die Schulter zu schauen und dabei auch einiges über die Funktionsweise des größtes Instruments zu erfahren.

Los ging die Orgeltour in Oppenau, wo Organist Hans Flüge die Orgel der evangelischen Kirche vorstellte, die seit 1995 ihren Dienst tut. Flüge stellte dabei die Besonderheiten des Instruments mit rund 800 Pfeifen vor und öffnete auch den Korpus, damit die Zuhörer einen Blick auf das Innere der Orgel werfen konnten. „Drei Pfeifen sind stumm“, verriet der Organist. Sie seien nur zur Deko angebracht, damit das Gesamtbild stimme. Zwischen seinen Ausführungen ließ Flüge die Orgel immer wieder erklingen – mal mit einem Stück Thédore Dubois’ aus dem 19. Jahrhundert, mal mit einem zeitgenössischen des Landeskantors Nordbaden Johannes Matthias Michel.

Die Grundlagen des Orgelsystems vermittelte Organist Michael Kühn in der Oberkircher Martin-Luther-Kirche. Hier erfuhren die Teilnehmer, wie eine Orgel überhaupt funktioniert. „Die Orgel ersetzt ein Orchester“, beschrieb Kühn das Instrument, das es schon in der Antike gegeben habe. Über Tasten- oder Pedaldruck gelangt die permanent nachgepumpte Luft durch die Pfeifen. Dabei gilt: „Je länge die Pfeife, desto tiefer der Ton“. Die Oberkircher Orgel gibt es seit 1951. Im Zuge der Kirchenrenovierung wurde sie gereinigt. Michael Kühn erklärte auch die Funktionen und Klangfarben der einzelnen Register. Zum Abschluss spielte Kühn das Kirchenlied schlechthin: „Großer Gott wir loben Dich“.

In Renchen gab es schließlich eine ganz neue Orgel zu sehen – vorgeführt von einem echten Könner: Musikprofessor Thierry Mathis, der in Renchen als Organist wirkt. Ihm durften die Zuhörer auf der Empore über die Schulter schauen, als er anhand verschiedener Werke die Register der Orgel vorstellte. „Die Registrierung muss zum Anlass und zum Text der Musik passen“, erklärte Mathis. Er spielte mehrere Stücke des Barockkomponisten Dieterich Buxtehude und von Sigfrid Karg-Elert aus dem 19. Jahrhundert. Zum Abschluss zog er sprichwörtlich alle Register, um den vollen Klang der Orgel zu demonstrieren.

 Bild 1: Michael Kühn stellte die Orgel der Oberkircher Martin-Luther-Kirche vor.
Bild 2: Ein Konzert auf der Empore gab es in Renchen von Thierry Mathis.

 Katharina Reich

 
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Quelle: Kirche im Nationalpark

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Quelle: www.kirche-nationalpark-schwarzwald.de

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